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Hier soll nur kurz und knapp das wichtigste über Frettchen beschrieben werden. Auf anderen Frettchenseiten wird ausführlich in jedes Detail eingegangen, was Ernährung, Haltung und Kommunikation angeht. Diese Seiten findet ihr unter "Links".

Frettchen sind die domestizierte (eine gezähmte, zum Haustier gemachte) Form des Iltisses. Schon seit Jahrhunderten leben Frettchen in Menschenhand,  vorwiegend bei Jägern, da sie die Tiere als Jagdgehilfen benutzen. Dabei war es die Aufgabe der Frettchen, die Kaninchen aus den Bau zu treiben, welche dann erlegt wurden. Seit nun kurzer Zeit findet das Frettchen als Haustier immer mehr Liebhaber, was verständlich ist, denn süß sind ja nun mal...

Trotzdem ist die Haltung eines Frettchens nicht immer leicht, und man muss sich vor der Anschaffung über ein paar wesentliche Punkte Gedanken machen.

  • Frettchen sind Gegensatz zu ihren wilden Verwandten keine Einzelgänger! Sie lieben es, mit Artgenossen zu spielen, kuscheln und Blödsinn zu machen. Deswegen am besten gleich mindestens 2 Tiere kaufen. Es ist ein Irrglaube, das nur ein Einzeltier zahm wird.
  • Frettchen brauchen eine artgerechte Ernährung, um gesund und munter zu bleiben! Es hält sich immer noch standhaft die Behauptung, „Milch und Brot“ seien völlig ausreichend für das Tier. Dies stimmt nicht! Frettchen sind Fleischfresser, und können mit Frischfleisch (Putenbrust, Hühnerherzen), hochwertigem Katzendosen- und -trockenfutter (auf einen möglichst hohen Fleischanteil achten!), oder ganzen Futtertieren (Eintagskücken, Tauben, Kaninchen, Hühner) gefüttert werden. Ab und zu mal ein Ei, etwas Obst und Gemüse nehmen viele Frettchen gerne an! Es ist ebenfalls ein Irrglaube, das Frettchen von Frischfleisch bissig werden!
  • Frettchen haben einen grossen Platzbedarf! Ein einfacher, kleiner Kaninchenkäfig reicht definitiv nicht aus, um den Frettchen ein schönes, artgerechtes Leben zu bieten! Je mehr Platz die Tiere haben, desto besser! Die Tiere lieben es zu buddeln, in Röhren zu flitzen (Drainageröhren aus dem Baummarkt sind am besten geeignet), und sich an Ästen zu schubbern.

Es gibt 2 Arten der Frettchenhaltung: einmal die reine Aussenhaltung, wo die Tiere in einem schönen grossen Gehege leben, wo unbedingt ein gut isolierter Schlafkasten stehen muss! Die oben genannten Lieblingsbeschäftigungen der Tiere lassen sich hier auch am Besten verwirklichen.

Und die Wohnungshaltung. Hier wird das Frettchen wie eine Katze frei in der Wohnung gehalten, was den Nachteil hat, das alles absolut „frettchensicher“ sein muss. Frettchen sind sehr kreativ, wenn es darum geht, Dinge runterzuschmeissen, in irgendwelche Ecken zu krabbeln, und wichtige Sachen wie Schlüssel, Kleidung etc. zu verstecken.

  • Frettchen können durchaus zahm werden! Man sollte nur 2 Dinge beachten: Es gibt diverse Frettchenhilfen, wo abgegebene Tiere ein neues Zuhause suchen. Diese Tiere sind fast immer zahm, und meistens auch schon stubenrein (was wichtig ist, wenn Sie vorhaben die Tiere in der Wohnung zu halten). Holen Sie sich dort Ihre zukünftigen Haustiere, oder bei einem guten Züchter, der darauf achtet, das die Welpen mit Menschenkontakt und guten Futter aufwachsen. Es ist auch möglich erwachsende Frettchen zahm zu bekommen, das erfordert aber Erfahrung, und noch mehr Geduld. Wenn Sie sich viel und gut um Ihr Tier kümmern, wird das Frettchen nur Positives mit Ihnen verbinden, und nicht beissen. Grobe Behandlung, und schlechte Haltung führen oft zu Bissigkeit.
  • Frettchen haben einen gewissen Eigengeruch, den manche Menschen mögen, andere wiederum nicht. Riechen Sie auf jeden Fall vor der Anschaffung an einem Frettchen, und testen Sie ob Sie diesen Geruch 10 Jahre (so lange kann ein Frettchen leben) ertragen können!
  • Früher oder später wird jedes Frettchen geschlechtsreif, was sich bei Rüden in einem erbärmlichen Gestank auswirkt. Die Rüden markieren alles mit ihrem Urin, und verteilen so überall ihre sehr penetrante Duftnote. Dieser Geruch hält sich den ganzen Sommer über, in den Wintermonaten verschwindet er wieder, da die Paarungszeit vorüber ist. Eine Kastration kann aber Abhilfe schaffen. Die OP wird wie eine normale Katerkastration abgerechnet, das Tier verändert deswegen nicht sein Verhalten, und der starke Gestank ist endlich weg!

Anders ist es bei den Fähen, bei denen kann eine unbehandelte Ranz lebensbedrohlich enden! Fähen, die nicht gedeckt wurden, können in die so genannte „Dauerranz“ kommen, welche sehr schnell tödlich endet! Meist werden die Anzeichen einer Dauerranz nicht erkannt, und das Tier verendet elendig an einer vereiterten Gebärmutter! Deswegen ist es ratsam jede Fähe die nicht zur Zucht gebraucht wird, kastrieren zu lassen! 

Ich rate erstmal prinzipiell jedem sich erstmal Frettchen „live“ anzusehen, bevor man sich endgültig für eine Anschaffung entscheidet. Nur so kann rausgefunden werden, ob man überhaupt ein „Frettchenmensch“ ist.

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